Zug des Lebens
Stadtblick

Zug des Lebens

Zug des Lebens.

Ich sitz im Zug, Fenster flackern,
Städte zieh’n vorbei wie alte Gedanken.
Freunde? Manche steigen aus,
ohne Blick zurück, ohne Applaus.

Beziehungen – wie Tickets auf Zeit,
mal First Class, mal nur Streit.
Manche bleiben, viele geh’n,
Herzen lernen, sich zu dreh’n.

Ich reise weiter, ohne Ziel,
nur das Jetzt zählt, nicht das Spiel.
Koffer voll mit „Was wäre wenn“,
doch ich pack aus – Stück für Stück, ganz fremd.

Bahnhöfe wie Kapitel im Buch,
manche laut, manche still wie ein Fluch.
Und doch – irgendwo zwischen Lärm und Licht, findet sich Hoffnung, ganz schlicht.

Ein Lächeln im Abteil, ein Blick,
vielleicht bleibt jemand – vielleicht nur ein Stück.

Der Zug fährt weiter, keine Rast,
doch ich bin da. Und das ist fast… genug.